Ich glaube ich muss lieben erst lernen..

Ich habe ihn einmal kurz in meinem Blog erwähnt. Er ist etwas jünger als ich, aber seit dem ich ihn das erste Mal gesehen habe, war ich extrem hingezogen zu ihm. Er schaffte es mich zum weinen zu bringen vor lachen, mit ihm war ich einfach glücklich und es hat sich alles so RICHTIG angefühlt. Als ich ihn kennenlernte, so im ersten Monat, dachte ich, ich wusste was Liebe ist. Ich dachte mir, es ist so einfach. Ich mag ihn und ich kann es ihm zeigen..and thats it. Punkt. Doch dann gab es ein paar Vorfälle, die mich richtig zerstört haben. Wo ich gebraucht hätte, dass er mich sieht, sich mir zuwendet und auf mich zugeht.
Ich habe ihm das (danach) auch gesagt, was es mit mir macht und wie ich mich teilweise mit ihm fühle. Und er meinte, dass er das nicht mit Absicht macht.
Trotzdem hat es mich verletzt, ziemlich tief. Und weil ich selbst darüber so erschrocken war, wie er mich verletzten kann, habe ich gesagt, ich gehe auf Abstand. Ich versuche meine Gefühle stumm zu stellen. Ja, das klingt jetzt ziemlich krass. Aber ich kann das richtig gut, bin da wahrer Meister drin im Gefühle verdrängen. Auch die guten? Ja die Guten auch. Ich wollte nicht mehr abhängig sein. Die Angst nochmal so verletzt zu werden ist zu groß, dass ich irgendeine Nähe nochmal zulassen möchte. Das ging dann eine Weile so. Ich habe ihm keine Beachtung mehr geschenkt, meinen Fokus bewusst woanders hin gelenkt. Nummer gelöscht, Nachrichten gelöscht. Sozusagen Präventivschutz für mich. Kein Kontakt-keine Gefühle-keine Verletzung.
Aber leider klappt das jetzt nicht mehr. Er kommt immer und immer wieder in meine Gedanken. Ich wache nachts auf und weine. Es fühlt sich an als hätte ich einen Freund verloren. Und ich will das nicht. Ich will einfach, dass zwischen uns alles gut ist, dass wir reden, was los ist.
Ich bewundere Leute, die lieben können. Die ihre Gefühle bemerken und nicht davor zurückweichen, sie zu zeigen. Die tief in ihrem Inneren überzeugt davon sind, dass ihre Gefühle richtig sind und ihnen Raum geben.
Ich habe so viele Bilder mit ihm in meinem Kopf, die so unantastbar schön sind. Und ich fühle, dass ich der glücklichste Mensch wäre, wenn es dazu kommen würde. Und die Fantasien in meinem Kopf werden immer mehr, desto mehr ich mich in der Realität von ihm distanzieren zu versuche.
Es reißt mich alles zu ihm hin, und ich hilflos. Ich fühle so etwas nicht oft und ich möchte nicht mehr, dass diese Gefühle weg geschoben werden. Irgendeinen tieferen Grund müssen sie haben. Ich will sie frei lassen, wie ein Schmetterling der endlich seine Flügel ausbreitet.
Aber wie soll ich das machen? Was wenn er nicht so für mich empfindet? Kann er für mich dann trotzdem ein Freund sein? Funktioniert das? Kann ich auch Gefühle für ihn haben, wenn er es nicht tut? Oder wird mich das auf längere Sicht nur fertig machen? Wenn ich für ihn einfach nur eine aus seiner Arbeit bin, mit der es ab und zu mal lustig ist, aber es auch viele andere nette Mädels dort gibt? Was wenn das alles nur in meinem Kopf existiert und in der Realität aber nicht stimmig ist für mich?

27.6.16 22:56

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