Depressivität

Gestern Abend...Albtraum. Alles ist auf mich herabgestürzt. Viele negative Gedanken, Selbstabwertung, diese innere Stimme die mich herunterzieht. Und dann der Sog nach der Trauer. Musik angemacht, geweint, gekrümmt. Autsch. Dann habe ich gesagt jetzt reichts. Mir tut das nicht gut. Musik aus. Köpfhörer raus. Schluss damit! Punkt. Die Welt ist nicht so, wie es meine Gefühle und mein Kopf mir in diesem Moment sagt. Nein, das kann nicht stimmen. Ich glaube euch nicht. Euch allen beiden. Ihr versucht mich runterzuziehen, damit ich mich so fühle, wie vor eineinhalb Jahren, vor 6 Jahren oder vor 10 Jahren. Oh ja, ihr erinnert mich gut. Aktiviert alle alten Muster, die Angst, Panik und Starrheit so lebendig und spürbar machen, dass es sich so real anfühlt. Und ich mich hilflos, klein und mein Leben aussichtslos. Gab es einen Auslöser? Mir ging es schon den ganzen Tag nicht gut. Habe 5 Stunden statt 8 geschlafen. Anderen Leuten macht das gar nichts aus, bei mir ist der ganze Tag auf den Kopf gestellt. Spielt verrückt. Gedanken rasen. Kann nichtmehr klar denken. Abhängig. Suche Bestätigung, und finde meist nur Ablehnung und Kritik. In meiner Wahrnehmung. Alle sind gegen mich. Ich werde beobachtet und bloßgestellt. Ablehnung. Angst. Ich weiß, dass das nicht stimmt! Ich werde gemocht, Leute sind auf mich zugekommen. Waren freundlich, haben mich angelächelt. Aber mein Kopf sagt mir, dass sich dahinter etwas anderes verbirgt. Dass ich viel falsch mache und mein Wesen kritisiert wird, in den Köpfen der anderen Menschen. Sie sagen es bloß nicht. Gott sei Dank...denn wenn sie es sagen würden. Was wäre dann? Ich würde sterben. Ich könnte dann nichtmehr leben. Ich hätte es dann einfach nichtmehr verdient. Und niemand mag mich. Ich mache alles falsch. Das ist, was mein Kopf mir sagt. Krass, oder? Ziemlich zerstörerisch..Es wäre ein weiterer Beweis, das ich nicht stimme. Diese Stimme, erlaubt mir einfach nicht zu existieren. Gibt es auch einen Teil der sagt: Doch, ich habe es verdient hier zu sein und ein glückliches Leben zu leben? Ja, den gibt es. Ich habe ihn manchmal gespürt. Aber im Moment ist er einfach weg. Hat sich schlafen gelegt. Hallo?! Selbstwert, wo bist du? Ich WEIß, dass du da bist! Los, zeig dich mal! Ich glaube, ich muss ihn mal aufwecken gehen. Bisschen kitzeln. Und die wichtigere Frage ist: Möchte ich überhaupt leben? Wofür lebe ich? Ich denke, die Familie ist der Hauptgrund für andere Leute zu leben. Die Familie macht das leben lebenswert. Dort fühlt man sich sicher, geborgen, gemocht und akzeptiert. Für mich war das leider nie der Fall. Ich weiß nicht, wie das ist. Und ich würde es gerne ändern. Ich würde mir nichts mehr wünschen, als das. Als wie wenn meine Vergangenheit anders gewesen wäre. Dass meine Eltern mich am besten kennen. Aber es ist nun mal so. Ich bin gezwungen das hinzunehmen, wie es war und wie es heute ist. Ich kann Sachen verändern, heute, aber nicht in der Vergangenheit. Und die Wunden liegen sehr tief. Freunde. Für mich haben Freunde mein Leben lebenswert gemacht. Das ist zwar schon ein bisschen her, aber ich kann mich gut erinnern. Ich war immer happy bei ihnen. Konnte vergessen, konnte Kind sein, konnte kreativ sein, frei sein und spielen, ich sein. Mir fehlen diese Leute. Mit denen ich eine Verbindung hatte, wo Empathie da war, Fürsorge. Wo man sich um den andren gekümmert hat. Wo man da war füreinander. Aber wie lerne ich solche Leute kennen? Wie treffe ich sie? Es wirkt so, als ginge es heute nicht mehr darum. Sondern darum, wie man sich selber am besten darstellt. Wer am meisten zu erzählen hat. Wer am lautesten ist. Ich ich ich. Wer am meisten trinkt, wer die verrücktesten Geschichten zu erzählen hat. Haben sich die Zeiten geändert? Liegt es an dem Alter, in dem ich mich befinde? Oder umgebe ich mich einfach, mit den falschen Leuten? Wie kann ich das ändern?

9.8.15 12:52

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