Wohin mit der Energie?

Denke ziemlich oft an ihn. So ist das, wenn man sich verschossen hat. Ich frag mich gerade nur, wohin die ganze Energie geht, die ich spüre, wenn ich an ihn denke. Wenn ich an den Orten bin, an dem ich mit ihm telefoniert habe, kommt er mir in den Kopf. Dann seh ich etwas in seiner Lieblingsfarbe und stelle mir vor ich mach n Foto davon und schicke es ihm. Lauter so kleine Dinge eben, die bestätigen oder beweisen sollen, dass man den anderen sieht, wahrnimmt, wertschätzt und wodurch man selber wahrscheinlich bestätigt werden möchte und dankbar geschätzt werden möchte. Aber am Ende ändert das nichts an seinen Gefühlen. Ich würde gerne, diese ganze liebende, selbstlose Energie der Liebe umleiten. Raus lassen. Denn tatsächlich fühle ich mich eher energielos. Hab aber keinen Plan, wie.

11.7.17 19:48, kommentieren

Wie kann es sein?

Dass, was sich für mich so richtig anfühlt, für das Gegenüber nichtmal ansatzweise dasselbe bedeutet? Diese positive Energie, die Vorstellungen und Pläne, die in meinem Kopf entstehen, die Nähe mit demjenigen. Du bist nicht mal mein Typ, und unsere Verhaltensweisen stimmen nicht über ein. Bei anderen Leuten würde es mich abturnen, aber bei dir gibt es so viele Ausnahmen. Und keine dieser Ausnahmen hält mich davon ab, dich zu mögen.
Irgendwas ganz tiefes, auf tiefster Seelenebene zieht mich an. Wie kann sowas nur einseitig sein??!

2.7.17 14:32, kommentieren

Annehmen

Ich werte mich selber ab und ich verurteile mich. Ich schlag nicht nur ein mal zu sondern immer wieder. Die Gedanken peitschen auf mich ein. Sie sagen: "Du bist ein schlechter Mensch und du bist schuld, dass du kein "normales", gesundes Leben führen kannst. Denn jedes mal wenn dich jemand mag, weist du denjenigen zurück. Wenn das, was du dir am meisten wünschst eventuell Wirklichkeit werden könnte, dann weist du es zurück und kannst es nicht annehmen. Dann machst du dich unnahbar und gehst auf Abstand. Du gibst Signale von Desinteresse, manchmal weißt du dein Gegenüber heftig ab. Du sagst vielleicht Verletztendes. Und dein Gegenüber geht auf Abstand."Ich WOLLTE dich nicht abweisen, ich WOLLTE dir nicht klar machen, dass ich für dich nicht zu haben bin. Dass ich deine Anwesenheit und deine Nähe meide. Aber sobald ich das Gefühl hatte, dich zu mögen, und mir das bewusst wird, muss ich mich für das Gefühl rechtfertigen. Und ich habe kein Recht auf das Gefühl. Das sagt mir eine unheimlich starke Stimme. Eine andere Stimme sagt, ich muss dich hassen. Ich darf dir nicht vertrauen. Ich darf dich nicht in meine Nähe lassen und mir geht es besser, wenn ich alleine bin. Und dann die anderen Seite umso stärker, dass ich dir zeigen muss, wie sehr ich dich mag. Um es wieder gut zu machen sozusagen. Um ihn davor zu hindern auf Abstand zu gehen. Und nochmal: ich will das nicht. Was ich will, ist einen lockeren, ungezwungen Kontakt. Ohne Druck, ohne Zwang, etwas Positives. Eine Lockerheit und Leichtigkeit. Ein Geben und Nehmen. Ein Annehmen und Hingeben. Und ich will Kontakt. Ich möchte nicht alleine sein

1.7.17 22:44, kommentieren

Du

Du bist soGelassen, zufrieden mit dir, du hast deine Leute um dich, die dir Sicherheit geben, du hast Zuversicht und Vertrauen in dir selbst. Du brauchst niemanden, weil du dir selbst genug bist. Du bist freundlich, du bist offen. Du bist so im Reinen mit dir selbst. Du gibst gerne, du schenkst und du bist achtsam auf deine Mitmenschen. Du warst achtsam auf mich und nett. Neben dir komme ich mir vor wie eine Felswand, die vor Löchern und Wunden klafft. Vor Verletzungen und Ängsten. Vor Narben. Neben dir hasse ich mich selbst, und meine Denkweisen und meine Erfahrungen die mich prägten so zu denken, wie ich es tue. Neben dir Werte ich mich ab und mache mich klein. Du möchtest keinen Kontakt mehr zu mir. Ich war anstrengend, gereizt, verletztend? War ich es? Ich bin mir meiner Außenwirkung so unbewusst. Ich möchte dich fragen, aber es wird keine Gelegenheit mehr geben. Du warst für einen Moment mein Begleiter und sobald wir zurück sind, bricht der Kontakt ab. Du bist wieder in einer Umgebung, wo du heimisch bist. Ich bin wieder in meinen alten Mustern, die mich an früher erinnern.

25.6.17 22:04, kommentieren

slowly and gently with myself


Es wird immer Besser mit Jonas. Meine Mutter hat geholfen, mir die emotionale Abhängigkeit bewusst zu machen. Und es findet wieder Kontakt statt zwischen uns. Es fühlt sich also nicht mehr an, wie eine Wand für mich. Er kommt nicht mehr auf mich zu und hat sich heute für seinen Urlaub auch nicht von mir verabschiedet. Das hat mich verletzt. Aber ich habe mich relativ schnell wieder gefangen. Ich versuche den Kontakt, wenn denn Kontakt statt findet, für mich gesund zu gestalten.
Ich finde es ganz schön krass, wie jemand, mit dem ich sehr nah war, gar nichts mehr gemeinsam habe heute. Und wie schnell er sich von mir entfernt hat, als ich nicht mehr hinter ihm her war. Das besonders. Wie als hinge die ganze Beziehung nur von mir ab & dem, was ich ihm "gegeben" habe.
Ich habe mittlerweile auch einen Freund. Er gibt mir das, was ich mir von Jonas immer gewünscht habe.
Aufmerksamkeit
Zuwendung
ein offenes Ohr
Nähe
Interesse
Ich mag ihn echt gerne. Aber Gefühle sind da jetzt noch nicht. Und es stellt sich mir eben die Frage: Mag ich ihn wirklich für ihn? Oder eher für das, was er mir gibt? Ich kenne ihn jetzt über 2 Monate. Sex läuft nicht wirklich. Küssen tu ich ihn auch nicht so gerne. Aber vielleicht kommt das auch noch. Ich würde gerne, aber es passt nicht. Gefühle kann man nicht erzwingen.

29.7.16 17:25, kommentieren

Ich glaube ich muss lieben erst lernen..

Ich habe ihn einmal kurz in meinem Blog erwähnt. Er ist etwas jünger als ich, aber seit dem ich ihn das erste Mal gesehen habe, war ich extrem hingezogen zu ihm. Er schaffte es mich zum weinen zu bringen vor lachen, mit ihm war ich einfach glücklich und es hat sich alles so RICHTIG angefühlt. Als ich ihn kennenlernte, so im ersten Monat, dachte ich, ich wusste was Liebe ist. Ich dachte mir, es ist so einfach. Ich mag ihn und ich kann es ihm zeigen..and thats it. Punkt. Doch dann gab es ein paar Vorfälle, die mich richtig zerstört haben. Wo ich gebraucht hätte, dass er mich sieht, sich mir zuwendet und auf mich zugeht.
Ich habe ihm das (danach) auch gesagt, was es mit mir macht und wie ich mich teilweise mit ihm fühle. Und er meinte, dass er das nicht mit Absicht macht.
Trotzdem hat es mich verletzt, ziemlich tief. Und weil ich selbst darüber so erschrocken war, wie er mich verletzten kann, habe ich gesagt, ich gehe auf Abstand. Ich versuche meine Gefühle stumm zu stellen. Ja, das klingt jetzt ziemlich krass. Aber ich kann das richtig gut, bin da wahrer Meister drin im Gefühle verdrängen. Auch die guten? Ja die Guten auch. Ich wollte nicht mehr abhängig sein. Die Angst nochmal so verletzt zu werden ist zu groß, dass ich irgendeine Nähe nochmal zulassen möchte. Das ging dann eine Weile so. Ich habe ihm keine Beachtung mehr geschenkt, meinen Fokus bewusst woanders hin gelenkt. Nummer gelöscht, Nachrichten gelöscht. Sozusagen Präventivschutz für mich. Kein Kontakt-keine Gefühle-keine Verletzung.
Aber leider klappt das jetzt nicht mehr. Er kommt immer und immer wieder in meine Gedanken. Ich wache nachts auf und weine. Es fühlt sich an als hätte ich einen Freund verloren. Und ich will das nicht. Ich will einfach, dass zwischen uns alles gut ist, dass wir reden, was los ist.
Ich bewundere Leute, die lieben können. Die ihre Gefühle bemerken und nicht davor zurückweichen, sie zu zeigen. Die tief in ihrem Inneren überzeugt davon sind, dass ihre Gefühle richtig sind und ihnen Raum geben.
Ich habe so viele Bilder mit ihm in meinem Kopf, die so unantastbar schön sind. Und ich fühle, dass ich der glücklichste Mensch wäre, wenn es dazu kommen würde. Und die Fantasien in meinem Kopf werden immer mehr, desto mehr ich mich in der Realität von ihm distanzieren zu versuche.
Es reißt mich alles zu ihm hin, und ich hilflos. Ich fühle so etwas nicht oft und ich möchte nicht mehr, dass diese Gefühle weg geschoben werden. Irgendeinen tieferen Grund müssen sie haben. Ich will sie frei lassen, wie ein Schmetterling der endlich seine Flügel ausbreitet.
Aber wie soll ich das machen? Was wenn er nicht so für mich empfindet? Kann er für mich dann trotzdem ein Freund sein? Funktioniert das? Kann ich auch Gefühle für ihn haben, wenn er es nicht tut? Oder wird mich das auf längere Sicht nur fertig machen? Wenn ich für ihn einfach nur eine aus seiner Arbeit bin, mit der es ab und zu mal lustig ist, aber es auch viele andere nette Mädels dort gibt? Was wenn das alles nur in meinem Kopf existiert und in der Realität aber nicht stimmig ist für mich?

27.6.16 22:56, kommentieren